Sibirische Katzen und Somalis


 

Herzlich willkommen auf unserer Seite. Ich übe noch, das sind die ersten Schritte.

 

 

We have a dream too…

Viele Menschen dürfen lebenslänglich den Weg keiner Katze kreuzen, sie sind Allergiker. Manch einer von ihnen ist absoluter Katzennarr und leidet sehr darunter. Nun besitzen Sibirische Katzen nachgewiesenermaßen  weniger von dem allergieauslösendem Protein als andere Rassen. Jeder Züchter von Sibiriern hat in den Jahren die Erfahrung gemacht, dass das bei einigen Menschen durchaus gut funktioniert.   Und wir wissen alle, dass es die Krönung der Arbeit eines Züchters ist wenn ein Tier bei absolut glücklichen Besitzern angekommen ist.

Das und vieles mehr sehen wir als Züchter der Sibirischen Katze im Moment in Gefahr. Wir möchten deshalb hiermit Stellung nehmen zu einem seit einigen Jahren bestehenden Zuchtprogramm zur Einkreuzung von Somalis in die Rasse der Sibirischen Katze zur Kreation der Farbe cinnamon. Das Programm wird von Frau H. geleitet und unter der Schirmherrschaft des Berliner Edelkatzen-Club e. V. (BEC) durchgeführt. Der BEC ist ein freier Katzenverein, der bis vor einigen Jahren unter der Schirmherrschaft des Weltverbandes  World Cat Federation (WCF) gearbeitet hat. Die WCF lehnt jedoch die Einkreuzung fremder Rassen in die Sibirische Katze ab und hat dies auch  im Jahr 2002 im Standard niedergelegt.

Nichtsdestotrotz wurde der Einkreuzung von Somalis im BEC stattgegeben.

Einige  dieser  im Zuchtprogramm verwendeten Katzen  sind ohne Einwilligung, ja sogar gegen den Willen der Züchter  zur Schaffung einer neuen Farbe eingesetzt worden. Ebenso ungewöhnlich für so ein schwieriges Zuchtprogramm sind einige weitere Verfahrensweisen, wie zum Beispiel  die Verwendung einer anderen Rasse als die, mit der man eigentlich züchtet. Oder auch die Auslagerung der Zucht in völlig fremde Zwinger.  Das mag rechtlich gesehen nicht angreifbar sein, wirkt moralisch in solch einem sensiblen Bereich aber völlig deplaziert.

Es ist zu begrüßen, dass eine Offenlegung der Verpaarungen erfolgte. Aus Sicht der Sibirischen Katzenzüchter werden aber gesundheitliche Probleme nur oberflächlich beschrieben und zu kurz abgehandelt. So sind beispielsweise PRA-Träger verwendet worden. Nun wird PRA aber rezessiv vererbt, d.h. auch untersuchte gesunde Tiere können es unter Umständen generationenlang unerkannt weitervererben. Müsste der BEC als verantwortungsbewusster Verein nicht auch für die Tiere, die aus dem Cinnamon-Programm stammen den PRA-Test vorschreiben? Geschieht das?

Wie werden die weiterhin aufgeführten Erkrankungen, die bis jetzt noch nicht bei der Sibirischen Katze festgestellt wurden, wie Patellaluxation und die wahrscheinlich ebenfalls rezessiv vererbte Stoffwechselkrankheit  Amyloidose  bei den Nachkommen ausgeschlossen? Es ist unmöglich, rezessiv vererbbare Erkrankungen sind kaum zu merzen, es sei denn, es existieren Gentests.

Im Artikel „Das Cinnamon-Siberian-Projekt“ von 2006, S. 14-16 der Vereinszeitung BEC, wird ein anderer Paarungspartner für eine Somali angegeben, während auf der eigenen HP ein anderes Tier genannt ist. Wo bleibt bei so viel Chaos die Sorgfalt, die für solch ein schwieriges Zuchtprogramm notwendig ist?

Die Wahl der Rasse Sibirische Katzen wird damit begründet, dass Sibirier IM GEGENSATZ zu Maine Coon und Norwegern eine gemischte Rasse sind. Alle Naturrassen sind ein Gemisch von Katzen, die auf diesem Territorium lebten, bevor die Rasse gezüchtet zu werden begann. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Sibirier viel später als MCO und NFO auf die Szene kamen und meistens in Großstädten gefunden und gezüchtet wurden. Deshalb hat man auch auf die Bezeichnung Waldkatze verzichtet. Man hat diese russischen Straßenkatzen durch Auswahl und Standardbeschreibung veredelt und so gezüchtet, dass sie das heutige Aussehen bekommen haben. Und nicht  durch Einkreuzung! Deshalb soll die Katze die Farbpalette behalten, die vom Anfang an da war, was auch der Standard betont. Farben hinzuzufügen ist genauso falsch, wie Farben wegzustreichen (Irina Sadovnikova, Dikaja Krassa). Dies ist die Aussage einer der ältesten anerkannten russischen Züchterinnen, die seit Jahren engagiert für die Sibirische Katze eintritt.

Weiterhin wird verallgemeinert, dass in den Standards der Weltverbände vermerkt ist, dass alle Farben erlaubt sind. Davon ist es in der in Europa verbreiteten WCF völlig  verboten. Der Erste Deutsche Edelkatzenzuchtverein (DEKZV)  folgt mit seiner Praxis den Regeln der Dachorganisation FIFe, also Rassebestimmungen für einige wenige Rassen, für die die Novizenklasse noch nicht geschlossen ist und nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen. Für die Sibis z.B. der Nachweis, dass es sich um Importkatzen aus dem Ursprungsland handelt.

Auch in TICACats, einem der TICA untergeordneten deutsch-amerikanischen Verband, ist dieses Jahr beschlossen worden, keine Rassebestimmungen anzuerkennen. Ähnlich ist das in vielen freien deutschen Katzevereinen, Novizenklassen werden nicht mehr anerkannt und der RIEX ist für die Sibirische Katzen in der Regel geschlossen, außer es handelt sich nachweisbar um Tiere aus dem Ursprungsland. Damit ist der Einkreuzung fremder Rassen ein Riegel vorgeschoben worden. Absichtlich.  Und das ist gut so. Allerdings gibt es, wenn man lange genug sucht, immer wieder einen einzelnen Verein von den ungefähr 100 in Deutschland existierenden, bei dem Lücken sind, die ausgenutzt werden können. Oder noch besser: man gründet einen eigenen Verein. Leider wird einem das in keinem anderen Land so leicht gemacht wie in Deutschland.

Wir haben einen Traum, wir träumen von einer noch jungen wunderschönen Katzenrasse. Wir haben viele Aufgaben noch nicht zu Ende gebracht, der Typ ist lange nicht gefestigt, die Augenfarben sind nicht optimal usw. Die gleiche Züchterin, die sich jetzt mit so großem Elan auf die Einkreuzung einer überflüssigen neuen Farbe stürzt, ist eine der am meisten im Stoff der Genetik stehenden Züchter in Deutschland und hat vor Jahren einen Artikel geschrieben, wie man eine Rasse festigt und züchtet. Erst wird der Typ gefestigt, also das Haus gebaut, dann kommen die Kleinigkeiten wie die Farbe. Warum widerlegt Frau H. jetzt diese von ihr so wunderschön beschriebene These selbst?

Warum werden alle sich gegen das Projekt äußernden Züchter Sibirischer Katzen als unsachlich  und inkompetent abgestempelt und nicht erhört?

Es ist jetzt zu spät, das Kind ist in den Brunnen gefallen. Wir, als eine große Gruppe sibirischer Katzenzüchter fordern wenigstens einen verantwortungsvollen Umgang mit den jetzt entstandenen Mischlingskatzen. Aus den Stammbäumen soll für alle Nachkommen in allen folgenden Generationen klar ersichtlich sein, dass die Katzen aus diesem Zuchtprogramm stammen.

Käufer sind ordnungsgemäß aufzuklären, dass Ihre Tiere keine reinrassigen Sibirischen Katzen sind (was bis jetzt bei 2 uns bekannten Fällen definitiv nicht erfolgte). Und weiterhin sollte es selbstverständlich sein, dass für dieses Zuchtprogramm keine Anfänger geworben werden, wie dies in der Schweiz bereits der Fall war.

Katzen aus diesem Zuchtprogramm waren, sind und bleiben Mischlinge und sollten als solche gekennzeichnet werden.

Lassen Sie uns bitte unseren Traum weiterträumen, wir sind bereits unsanft geweckt worden…..


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